Blecua 2010

Blecua 2010 Somontano von Viñas del Vero

in Weine

Bewertung

Geruch
7.5/10
Geschmack
7/10
Preis-Leistung
7/10
Gesamtbewertung
7.2/10

Der Blecua 2010 von Viñas del Vero wurde uns freundlicherweise zum Verkosten zugeschickt. Wir hatten davor noch keinen anderen Wein des Weinguts getrunken und waren sehr gespannt was sich hinter dem Blecua verbirgt. Um einen ersten Eindruck zu bekommen mit welchem Kaliber wir es aufnehmen werden, haben wir ihn natürlich erst mal gegoogelt und versucht den Preis herauszufinden. Den 2010er Jahrgang konnten wir auf einer Schweizer Seite finden für um die 52€, auf deutschen Seiten findet man andere Jahrgänge für z.B. 69€. Ein stolzer Preis, der Neugierde auf die Verkostung bringt.

Generell möchte ich noch sagen, dass wir auf unserem Blog nur Weine vorstellen, die wir gut bis sehr gut finden und unsere Meinung nicht davon beeinflussen lassen, ob wir die Flasche geschenkt bekommen haben. Es hat bereits einige Weine gegeben, die wir verkostet haben, und anschließend keinen Post veröffentlicht haben. In manchen Fällen nehmen wir auch durchschnittliche Weine auf, wenn wir denken, dass viele von euch danach googlen und ein Trinkbericht hilfreich wäre.

Wie gut ist der 2010er Jahrgang schon im Glas?

Nun aber genug vorweg gesagt, widmen wir uns dem spannenden Teil des Beitrages. Der Blecua ist ein Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Garnacha, Merlot und Tempranillo und stammt aus der Region Somontano aus Spanien. Das Anbaugebiet ist eines der besten in der Region Aragón, denn es herrschen perfekte klimatische Bedingungen vor. Viel Sonne und niedrige Nachttemperaturen ermöglichen die perfekte Basis für gereifte Trauben. Auch im Blecua zeigt sich die Gereiftheit der Trauben in einem hohen Alkoholgehalt von 14 vol. %.

Im Glas hat der Wein eine kirschrote, fast schwarze Farbe. Die Ränder sind leicht orange, was für das Alter des Weines spricht. Der Wein war dicht konzentriert und hatte eine hohe Intensität. Die Viskosität, d.h. die Anzahl der Schlieren, die der Wein nach dem Schwenken zieht, war zunächst mittel.

In der Nase hat der gereifte Wein ebenso eine starke Intensität. Er duftet nach Himbeeren, Pflaumen, Blaubeeren und roten Kirschen. Die Fruchtaromen haben dabei einen Charakter von getrockneten, reifen Früchten. Weitere Aromen sind die von Veilchen und grüner Paprika, die mit spürbaren Barrique Noten abgerundet werden.

Auf dem Gaumen ist der Wein zunächst stark in den Tanninnen, die sich jedoch nach etwas Zeit im Glas legen. Die Säure ist mittel bis hoch und der Wein an sich ist sehr trocken. Den Alkoholgehalt schmeckt man durchaus auf dem Gaumen raus. Schön ist der volle Körper, der dem Wein Charakter verleiht. Im Gegensatz zur Nase sind die fruchtigen Aromen etwas weniger intensiv auf dem Gaumen, dennoch aber gut herauszuschmecken. Die Aromenvielfalt reicht von gebackenen Kirschen und dunklen Beeren bis hin zu dunklen Holunderbeeren. Dazu kommen Noten von grüner Paprika, herbem Tabak und ein Hauch Veilchen. Insgesamt ein schönes Aromenspiel auf dem Gaumen, das auch noch ein wenig auf der Zunge bleibt.

Fazit

Insgesamt würden wir diesen Wein als einen guten spanischen Rotwein einstufen, der im Geruch vielleicht etwas mehr verspricht als er auf dem Gaumen halten kann. Für den etwas hohen Preis finden wir ihn aktuell jedoch etwas zu teuer. Vielleicht lohnt es sich den 2010er Jahrgang noch etwas aufzubewahren. Wir werden auf jeden Fall noch den 2005er Jahrgang testen und können dann sicher mehr dazu sagen wie sich der Wein über die Jahre entwickeln kann.